BeSt – Beraten und Stärken | Verbesserung des Schutzes von Mädchen und Jungen mit Behinderung vor (sexualisierter) Gewalt in Institutionen

Auftraggeber
Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -Vernachlässigung e.V. (DGfPI)

Zeitraum    9/2017 – 01/2020

Projektziel    
Dieses Modellprojekt hat zum Ziel, den Schutz von Mädchen und Jungen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt gezielt und nachhaltig zu verbessern. Zehn Fachberatungsstellen bundesweit bieten Leitungskräften in (teil-)stationären Einrichtungen der inklusiven/integrativen Kinder- und Jugendhilfe oder der Behinderungshilfe Organisationsberatung als Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten für ihre Einrichtung an. Fachkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  werden zum Thema der sexualisierten Gewalt durch fortgebildet. Für Mädchen und Jungen wird ein Präventionsprogramm entwickelt und erprobt.

Beschreibung    
SoFFI F.hat bereits eine Interviewstudie im Rahmen des vorhergegangenen Modellprojekts „BuFo – Bundesweite Fortbildungsoffensive  zur Stärkung der Handlungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe zur Verhinderung von sexualisierter Gewalt“ durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass die Einrichtungen der Behindertenhilfe einen erheblichen Unterstützungsbedarf bei der Erarbeitung und Implementierung von Schutzstrukturen haben und Kinder/ Jugendliche mit Behinderung ein besonders hohes Gefährdungspotential aufweisen. Die evaluative Begleitstudie des Modellprojekts „BeST – Beraten und Stärken“  verfolgt nun als Hauptziel, die Perspektive von Kindern/ Jugendlichen mit Behinderung zwischen 8 und 17 Jahren zu erheben. Darüber hinaus sollen die Mitarbeitenden, die am Präventionsprogramm teilgenommen haben, in Fokusgruppen befragt werden.

Die Untersuchungen umfassen folgende Module:

  • Vorab-Gruppendiskussionen mit Mädchen und Jungen für
    • die Abklärung der Befragungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Behinderungen
    • das Erheben ihrer Interessensschwerpunkte an diesen Themen.
  • Evaluierende Gruppendiskussionen mit Mädchen und Jungen der Zielgruppe,
  • Interviews mit Leitungskräften der teilnehmenden (teil-) stationären Einrichtungen,
  • Evaluierende Fokusgruppen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der teilnehmenden (teil-)stationären Einrichtungen  zur Wahrnehmung eventueller Veränderung durch das Präventionsprogramm.
  • Evaluierende Fokusgruppen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachberatungsstellen.

Die von SoFFI F. durchgeführte evaluative Begleitstudie untersucht das subjektive Erleben der Kinder und Jugendlichen in Hinblick auf die

  • Regeln und Partizipationsmöglichkeiten in den Einrichtungen,
  • Konfliktmanagement,
  • Gewalt und Mobbing,
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung von Behinderung,
  • Umgang mit Privatsphäre, Verliebtheit und Sexualität in der Einrichtung,
  • und die Bewertung des Präventionsprogramms.
     

Kontakt
Prof. Dr. Cornelia Helfferich: helfferich[at]eh-freiburg.de
Prof. Dr. Barbara Kavemann: barbara.kavemann[at]eh-freiburg.de