Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen

Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland*

Auftragsförderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Laufzeit: 03/2010 - 11/2011
Leitung: Prof. Dr. Cornelia Helfferich
* In Kooperation mit Dr. Monika Schröttle und Prof. Dr. Claudia Hornberg, Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF) der Universität Bielefeld
Team: Prof. Dr. Barbara Kavemann, Beate Massell
Typ der Forschung: qualitative Befragung

Fragestellung

Die qualitative Befragung wird 30 Interviews mit Frauen umfassen, die unterschiedliche Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen benennen und über unterschiedliche Übergriffe und Gewalt im Rahmen der quantitativen Hauptstudie berichtet haben.

Gewalterfahrungen sind ebenso wie Formen der Behinderung und Beeinträchtigung äußerst heterogen. Besonderes Augenmerk wird gelegt auf häusliche Gewalt - Beziehungspartner und Familienangehörige - Übergriffe von Pflegepersonal und ambulanten Diensten sowie Übergriffe in stationären Einrichtungen, sowohl von Personal als auch von Mitbewohnern. Ein weiterer Fokus liegt auf Erfahrungen mit Beratungsstellen, Polizei und Justiz.

Die Interviews werden anhand eines Leitfadens teilnarrativ geführt und in der Auswertung die zentralen Perspektiven der Befragten hermeneutisch rekonstruiert. Dies schließt auch die spezifischen Erfahrungen und Deutungen von Gewalt, Muster der Erfahrung mit und Wünsche an Unterstützung sowie Selbstbild und subjektive Einschätzung der eigenen Handlungsmächtigkeit ein. Diese fallbezogenen Auswertungen werden hinsichtlich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede verglichen und dann zu typischen Mustern von Unterstützungsbedarf gebündelt. Priorität hat dabei die Erzahlung der Frau und ihre subjektive Sicht.

Erwartet werden weiterführende Erkenntnisse über die Spezifik des Gewalterlebens bei Frauen mit Behinderungen sowie den Unterstützungsbedarf und mögliche behinderungsspezifische Barrieren, die es für sie zu überwinden gilt, wenn sie Hilfe suchen.

Publikationen

Bericht Kurzfassung