komm auf Tour 2- Berufsorientierung und Lebensplanung

"komm auf Tour - meine Zukunft, meine Stärken" - Ein interaktives Angebot für Jugendliche zur Berufsorientierung und Lebensplanung

Auftragsförderung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Laufzeit: 08/2008 - 11/2008
Leitung: Prof. Dr. Cornelia Helfferich
Team: Dr. Silke Burda, Anneliese Hendel‐Kramer (MA), Petra Pfeiffer (Dipl.Soz.Päd.), Georg Rißler (Dipl.Soz.Päd.), Rainer Wagner (Sekretariat)
Typ der Forschung: quantitative Sozialforschung, Evaluation

Fragestellung

Das Projekt „Komm auf Tour - meine Zukunft, meine Stärken" unterstützt Jugendliche der Jahrgangsstufe 7 in Haupt-, Real-, und Gesamtschulen bei der Berufsorientierung und Lebensplanung. Durch das Angebot eines Erlebnisparcours wird eine an den Stärken der Jugendlichen ansetzende, spielerische Einführung und Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglicht.
Der Einsatz des Erlebnisparcours wurde bereits in der Pilotphase im Auftrag der BZgA durch SoFFI F. wissenschaftlich begleitet. Aus projektorganisatorischen Gründen war eine Befragung der Schülerinnen und Schüler hier ausschließlich nach dem Besuch des Parcours möglich. Die in dieser Phase aufgebauten Kooperationen zwischen den Projektbeteiligten wurden genutzt, um bei der zweiten Durchführungsphase eine Befragung der Schülerinnen und Schüler sowohl vor, als auch nach dem Besuch des Parcours zu realisieren.

Die auf diese Weise erhobenen Datensätze ermöglichten eine Auswertung unter zwei Gesichtspunkten.

  • Evaluation der Erreichung spezifischer Ziele des Parcours. Der Fragebogen enthält eine Reihe von Items, die vorher und nachher in identischer Weise abgefragt wurden. So ist es möglich, Veränderungen von Zustimmung und Ablehnung als Indikator für die Erreichung spezifischer Ziele des Parcours zu interpretieren.
  • Einstellungen zu Geschlechtsrollen-, Berufsoptionen, Berufs- und Familienorientierung sowie Sexualität und Verhütung. Bereits die Daten des Pilotprojektes zeigten aufschlussreiche und überraschende Befunde zu Einstellungen von Schülerinnen und Schülern in diesen Themenbereichen. Hier konnten allerdings auf Grund des Erhebungszeitpunkts (nach dem Parcours), potentielle Parcourseffekte auf die Einstellungen der Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss ist mit dem Vorliegen des aktuellen Vorher-Datensatzes möglich. Er erlaubt einen differenzierten Einblick in Aspekte der Lebensplanung und Berufsorientierung der Zielgruppe im Allgemeinen. Zudem ist eine Differenzierung möglich nach Geschlecht und Migrationshintergrund.

Die Vorher-Nachher-Befragung fand in fünf Städten Nordrhein-Westfalens statt.

Forschungsdesign

Bei der Erhebung handelt es sich um eine standardisierte Befragung zu zwei Zeitpunkten. Die Fragebögen wurden jeweils vor und nach dem Besuch des Parcours in der Klasse ausgefüllt.

  • Vor dem Parcoursbesuch wurde der Fragebogen von N=1921 Schülerinnen und Schülern in der Klasse ausgefüllt (Rücklauf: 92,9%).
    Für die Auswertung zu Geschlechtsrollen, Berufs- und Familienorientierung, Sexualität und Verhütung diente als Datenbasis: N=1730 Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Gesamtschulen in 7. und teilweise 8. Klassen (Ausschluss: Realschule und sonstige Schulen N=191).
  • Nach dem Parcoursbesuch wurde der Fragebogen von N=1742 Schülerinnen und Schülern in der Klasse ausgefüllt (Rücklauf: 92,3%). Die Befragten haben überwiegend am Parcours teilgenommen und entsprechen der Zielgruppe mit einem Schwerpunkt bei Hauptschule und 7. Klasse.