frauen leben 2

frauen leben 2 - Familienplanung und Migration im Lebenslauf*

 Auftragsförderung: 
1. Projektphase: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Kommunen Oberhausen und Stuttgart
2. Projektphase:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), mit Unterstützung der Städte Berlin und Nürnberg
Laufzeit: 12/2006 - 05/2010
Leitung:Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Prof. Dr. Wolfgang Essbach
* in Kooperation mit dem Institut für Soziologie der Universität Freiburg
Team:
Heike Klindworth, Dipl. biol.; Dr. Jan Kruse, Debora Niermann, (M.A.); Holger Wunderlich, Dipl. Soz.-Wiss.;
Stephanie Bethmann, Yvonne Heine, Debora Niermann, Michelle Novak, Christine Preisner, Katharina Seibel, Rainer Wagner (Sekretariat)
Typ der Forschung: qualitative und quantitative Sozialforschung


Kooperationen:
  • Oberhausen, Sozial- und Jugendhilfeplanung, Bereich Statistik und Wahlen
  • Stuttgart, Stabsstelle für individuelle Chancengleichheit von Männern und Frauen, Stabsabteilung für Integrationspolitik
  • Nürnberg, Bürgermeisteramt (Integration und Migration), Referat für Jugend, Familie und Soziales, Amt für Stadtforschung und Statistik
  • Berlin, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen (Referat Frauen in besonderen Konflikt- und Lebenslagen)
  • Faktor Familie GmbH, Lokale Familienforschung und Familienpolitik, Bochum

Fragestellung

Untersucht wird der Zusammenhang von Familienplanung und Migrationserfahrungen im Lebenslauf von 20- bis 44-jährigen Frauen mit türkischem oder ost- bzw. südosteuropäischem Migrationshintergrund in fünf deutschen Städten. Ergänzend wird eine Erhebung bei gleichaltrigen Frauen mit italienischem Migrationshintergrund durchgeführt. Das Projekt setzt die Studie "frauen leben. Familienplanung im Lebenslauf von Frauen" (1998-2001) fort. Eckpunkte des Forschungsansatzes sind ein umfassendes Verständnis von Familienplanung als private Lebensgestaltung, der Einbezug der biografischen Perspektive, die Kompetenz- und Ressourcenorientierung sowie die Berücksichtigung der subjektiven Sichtweise der Frauen.

Zentraler Forschungsaspekt ist die Bedeutung der Migration der befragten Frauen (bzw. ihrer Eltern) für die eigene Familienplanung. Denn Fragen der Familienplanung stellen sich in unterschiedlicher Weise je nachdem, ob Frauen mit oder ohne Familie oder im Zusammenhang mit einer Heirat migriert sind oder ob sie der zweiten Generation angehören. Die Studie fokussiert damit nicht ausschließlich kulturelle Differenzen, sondern vor allem die Wechselwirkung zwischen Migration als biografischem Ereignis und Familienplanung als privater Lebensgestaltung.

Forschungsdesign

Zielgruppe: 20-44jährige Frauen mit türkischem, ost- bzw. südosteuropäischem oder italienischem Migrationshintergrund und deutsche Frauen ohne Migrationshintergrund.

Erhebungsregionen:
  1. Projektphase: Oberhausen, Stuttgart, Freiburg
  2. Projektphase: Berlin, Nürnberg
Kombination von quantitativen und qualitativen Erhebungsmethoden.

Erhebungen:
  • Gruppendiskussionen (n=18) zur Erhebung grundlegender, kollektiver Orientierungsmuster und der Art des Austauschs im Themenfeld der Familienplanung, homogene Gruppen bezogen auf den Migrationshintergrund mit jeweils 3-5 Teilnehmerinnen (Gruppendiskussionsleitfaden, Face-to-face, kontrastierende Zusammenstellung der Gruppen, integrative, texthermeneutische Auswertung)
  • Qualitativ-biographische Erhebung bei 50 Frauen, Fokus „erzählte reproduktive Lebensgeschichte" (biographische Leitfaden-Interviews, face-to-face, kontrastierende Stichprobenzusammenstellung, integrative, texthermeneutische und inhaltsanalytische Auswertung)
  • standardisierte Telefonbefragung: 2500 Frauen; Fokus „reproduktive Biographien" (standardisierter Fragebogen, auch in türkischer und russischer Sprache, Zufallsstichprobe aus den Melderegistern CATI-gestützte Telefoninterviews)

Links

Women´s Lives - Family Planning and Migration

Family planning and migration in women’s lives

Closing convention women's lives - Family Planning and Migration

Zusammenfasssung zentraler Ergebnisse

Berlin 26/27.10.2010: Wissenschaftliche Abschlusstagung

frauen leben II - Zwischenergebnisse

Projektsteckbrief der ersten Projektphase

Bericht Oberhausen

Publikationen

Dokumentation der wissenschaftlichen Abschlusstagung "frauen leben - Familienplanung und Migration im Lebenslauf"(2012), Hg: BZgA, ISBN 978-3-942816-05-2, PDF-Download kostenlos

Helfferich, Cornelia; Klindworth, Heike; Kruse, Jan (2011): frauen leben. Familienplanung und Migration im Lebenslauf.
Eine Studie im Auftrag der BZgA (Hg.) Köln: Schriftenreihe Forschung und Praxis der Sexualaufklärung und Familienplanung Bd. 34
PDF-Download kostenlos, Print-Broschüre 11,-€ (Schutzgebühr)

Zentrale Ergebnisse einer Städtestudie zu Frauen mit türkischem und osteuropäischem Migrationshintergrund (2010), PDF-Download kostenlos 

Vortrag auf dem ESA-Meeting Research Network „Sociology of Family and Intimate Lives“, 2010 Sept, 17th, Wiesbaden
"Cross border migration and family trajectories: the role of education and migration policy in the life course perspective"

Vortrag 10. Internationale Konferenz „Migration and Family", Basel 10. Juni 2010
Cornelia Helfferich, Heike Klindworth: Die Soziale Lage von Migrationsfamilien in Westdeutschland - (auch) ein Produkt heterogener Migrationswege. Ergebnisse der BZgA-Städte-Studie „frauen leben: Familienplanung und Migration im Lebenslauf"

Helfferich, Cornelia (2010): Geschlechterbeziehungen, Lebenslauf und private Lebensformen. Zur Grundlegung der Familiensoziologie. Siegener Beiträge zur Soziologie, Bd. 10, Trotha/Geißler (Hg.), Köppe, Köln 

Zwischenergebnisse: frauen leben - Familienplanung und Migration im Lebenslauf

ausgewählte Ergebnisse der BZgA-Studie "Familienplanung und Migration im Lebenslauf" in: Band 12: Migration und Gesundheitsförderung
als PDF-download

 

Kontakt

SoFFI F.: Tel: 0761 / 47 812 690

Heike Klindworth: H.Klindworth(at)t-online.de

Dr. Jan Kruse: jan.kruse(at)soziologie.uni-freiburg.de