Täterarbeit

Vorgehensweisen und Wirkungen von Anti-Gewalt-Trainings im Kontext des „Platzverweisverfahrens" Baden-Württemberg*

Auftragsförderung: Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH
Laufzeit: 05/2005 - 06/2006
Leitung: Prof. Dr. Cornelia Helfferich
Prof. Dr. Monika Barz (EH Ludwigsburg/Reutlingen)
Team: Solmaz Aksu-Yagci, Kathleen Beckmann, Anna Breunig, Prof. Dr. Barbara Kavemann, Benjamin Sommer, Rainer Wagner
*in Kooperation mit Ev. Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen
Typ der Forschung: Evaluation. Methodenkombination

 

Fragestellung

Die Landesstiftung Baden-Württemberg förderte im Kontext der Bekämpfung häuslicher Gewalt 15 Modellprojekte mit Anti-Gewalt-Trainings für gewalttätige Männer an mehreren Standorten in Baden-Württemberg. Mit der Evaluation dieser Kurse wurden SoFFI F und das IAF an der EH Ludwigsburg-Reutlingen beauftragt. Die Kurskonzepte wurden in ihrer Vorgehensweise und in ihren Wirkungen überprüft, die Zielerreichung der einzelnen Projekte in unterschiedlichen Dimensionen erfasst und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Konzepte diskutiert.

 

Forschungsdesign

In Kooperation mit 15 Beratungsstellen, die die von der Landesstiftung Baden-Württemberg geförderten Projekten angeboten haben, wurden die Erehbungen durchgeführt.

Es wurden mehrere Erhebungsschritte durchgeführt.

  1. Erhebung der Personendaten, Teilnahmeverläufe und Wirksamkeitsindikatoren auf Teilnehmerebene mit den Klientendokumentationsbogen, ausgefüllt von den Gruppenleitungen bzw. von den mit dem Klienten befassten Mitarbeitern oder Mitarbeierinnen (N=424 Täter);
  2. Erhebung der Eckdaten der Täterarbeit an den einzelnen Standorten un der unterschiedlichen Aspekten der Täterprogramme mit
    • einer Dokumentenanalyse (Material: Sachstandsberichte der Projekte, weitere Materialien wie Flyer etc.) für alle Einrichtungen und mit
    • qualitativen Interviews mit den Gruppenleitungen in allen Einrichtungen (N=13 Einrichtungen, darunter JederMann für drei Standorte);
  3. eine qualitative Befragung ausgewählter Staaatsanwaltschaften zur Erfasssung der Kooperation der Projekte mit der Justiz; das Instrument war ein Frageleitfaden (N=6),
  4. eine Validierung der ersten Ergebnisse und Aufarbeitung von/der Erfahrungen mit einzelnen Programmelementenauf einem Workshop mit Gruppendiskussionen mit den beteiligten Einrichtungen.

Publikationen

LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG gGmbH (Hg.) (2006): Häusliche Gewalt beenden: Verhaltensänderung von Tätern als Ansatzpunkt. Eine Evaluationsstudie zum Vorgehen und Wirkung von Täterprogrammen im Kontext von Interventionsprojekten gegen häusliche Gewalt in Baden-Württemberg. Schriftenreihe der LANDESSTIFTUNG Baden-Württemberg; 23. Stuttgart


Links

Baden-Württemberg Stiftung Punlikationen