frauen leben 3

frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf

frauen leben 3 - Familienplanung von 20- bis 44-jährigen Frauen -*

Erste Befragungsrunde 07/2011 – 07/2014: Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen

Zweite Befragungsrunde 12/2015 – 08/2017: Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz

Auftragsförderung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
   
Leitung: Prof. Dr. Cornelia Helfferich
Team (Erste Runde): Diana Cichecki; Judith Eckert, M.A. Soziologie; Annemarie Graf, M.A. Soz.-Arbeit; Yvonne Heine, M.A. Soz.-Arbeit; Heike Klindworth, Dipl. Biol.; Christine Straub, M.A. Soz.-Arbeit; Stefanie Oyoyo; Jennifer Wägerle, M.A. Soz.-Arbeit; Rainer Wagner; Julia Wiesinger; Ines Wlosnewski, Diplom-Demografin
Team (Zweite Runde): Sarah Bühler, M.A. Soz.Arb.; Pavla Krizanova; Dr. Marc Neu; Sabine Steiner, M.A. Soz.Arb.; Petra Stromberger

Typ der Forschung: Quantitative und qualitative Sozialforschung

*Kooperationen:
Institut für Soziologie der Universität Freiburg (Prof. Dr. Wolfgang Eßbach)
TNS Emnid, Bielefeld (Heidrun Bode)

 

Ziel der Studie

Ziel der Studie ist es, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung dabei zu unterstützen, auf den Bedarf von Frauen zugeschnittene Informationsmaterialien (Broschüren, Filme etc.) und Fortbildungskonzepte unter anderem zur Familienplanung zu erstellen. Für ihre Arbeit muss die BZgA wissen, wie Menschen in Deutschland zu den Fragen von Kindern, Familiengründung, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch stehen und ob und wo sie Beratung und Informationen brauchen.

Die Studie untersucht allgemein die Bedeutung, aber auch die Schwierigkeiten von Familienplanung heute. Familienplanung wird dabei in einem weiten Sinn als Gestaltung der privaten Lebensformen mit Kindern, aber ebenso auch ohne Kinder verstanden. In der ersten Befragungsrunde lieferten die telefonische Befragung von 4.002 Frauen sowie die qualitativen Interviews mit knapp 100 Frauen  und 24 Beraterinnen aus der Schwangerschafts(konflikt)-beratung liefern eine Fülle von interessanten und neuen Erkenntnissen zur Familienplanung in den einzelnen Lebens- und Familienphasen für Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen und Sachsen. Ein Schwerpunkt sind die Schwangerschaften, die nicht (ganz) geplant eingetreten waren. Nun liegen viele Ergebnisse zur aktuellen Situation – z.B. zum Kinderwunsch, zur Lebensform und zur aktuellen Verhütung – und zu zurückliegenden gewollt und ungewollt eingetretenen Schwangerschaften vor.

Da sich große Unterschiede zwischen den Bundesländern gezeigt haben, wird in einer zweiten Runde die telefonische Befragung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wiederholt. Es werden nun 4.500 Frauen mit dem gleichen Fragebogen wie in der ersten Runde befragt.

 

Methodisches Vorgehen / Forschungsdesign

Eckpunkte des Forschungsansatzes sind - wie in den Vorläuferstudien, in denen Frauen, Männer und Migrantinnen befragt wurden - das umfassende Verständnis von Familienplanung als private Lebensgestaltung, die Lebenslaufperspektive, der sozialräumliche Ansatz sowie die Methodenkombination einer standardisierten Befragung und qualitativer Einzelinterviews.


Das Erhebungsdesign der Studie umfasst drei Schritte (in der zweiten Runde: Nur Schritt 1):

1.    Bevölkerungsbefragung von 20- bis 44-jährigen Frauen – zwei Befragungsrunden
Stichprobe: N = 4.000 Frauen (Wohnbevölkerung in vier ausgewählten Bundesländern), N = 4.500 Frauen in weiteren drei Bundesländern
Zufallsstichprobe aus den Telefonregistern, altersquotiert
Instrument/Durchführung: standardisierter Fragebogen, CATI-Telefoninterviews (TNS Emnid)
Inhalt: reproduktiver Lebenslauf mit den Aspekten Partnerschaften/Ehen, Geburten, Intendiertheit von Schwangerschaften, Schwangerschaftsabbrüche, Kinderwunsch, Verhütung und Verhütungsrisiken, Angaben zur sozialen Lage und zur aktuellen Lebenssituation sowie Einstellungsfragen

2.    Qualitative Einzelinterviews mit 20- bis 44-jährigen Frauen – nur in der ersten Befragungsrunde
Stichprobe: N = 96 Teilnehmerinnen der Telefonbefragung, davon jeweils die Hälfte mit Frauen mit einem Schwangerschaftsabbruch und mit Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft ausgetragen haben, kontrastierende Stichprobenerstellung
Instrument/Durchführung: Leitfadeninterviews, face-to-face-Erhebung, Tonbandaufzeichnung, Transkription
Inhalt: erzählte Lebensgeschichte ab der Kindheit (Fokus: Partnerschaft, Familie, Familienplanung, insbesondere ungewollte Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche)

3.    Befragung von Expertinnen im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung – nur in der ersten Runde
Befragung von Beraterinnen im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung aus den verschiedenen Verbänden und den vier ausgewählten Bundesländern
Inhalt: Handlungsbedarf insbesondere in Bezug auf soziale Problemlagen und neue Herausforderungen für die Beratungspraxis

 

Publikationen

frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf von Frauen -
Schwerpunkt Ungewollte Schwangerschaften
(Hg) BZgA
Abschlussbericht

frauen leben 3 - Familienplanung im Lebenslauf (Hg) BZgA
Erste Forschungsergebnisse zu ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftskonflikten
Zwischenbericht

Zudem sind vier Länderberichte erschienen, (Hg) BZgA:

- „Familienplanung in Berlin“
- „Familienplanung in Sachsen“
- „Familienplanung in Niedersachsen“
- „Familienplanung in Baden-Württemberg“

Auswahlergebnisse der Länderberichte
 

 

 

 

 

 

Taxonomie: